Ein Überbleibsel der ehemaligen Braunkohleindustrie in Mitteldeutschland – verlassen und sich selbst überlassen. Das alte Labor ist ein Ort zum Erkunden und für Fotomotive mit dem Charme des Verfalls.
Das Laborgebäude der ehemaligen Aktiengesellschaft Sächsische Werke Böhlen steht heute verlassen da. Der Zugang frei, keine Absperrung, keine Warnung, keine Menschenseele in der Nähe.
Nach seiner Inbetriebnahme gehörte es zum Braunkohlen- und Großkraftwerk
Böhlen. Es entstand zu Zeiten der Aktiengesellschaft. Später – 1946 ging
das ganze Werk als Reparation Deutschlands in das Eigentum der UdSSR über.
1954 kam es wieder in deutsche Hand – genauer gesagt in die Hände der DDR
- und wurde zum Kombinat
Otto Grotewohl Böhlen.
Mit Aufgabe des alten Industriestandortes nach der politischen Wende in
Deutschland und Errichtung des neuen Kraftwerkes gab es für das Gebäude
dann mit der Zeit auch keine wirkliche Nutzung mehr. Ein paar Firmen
quartierten sich hier wohl noch ein und nutzten den Bau nach. Aber auch
diese zogen nach und nach aus. Und so steht das Haus seit vielen Jahren
leer und ist dem Verfall preisgegeben.
Ob es Pläne für das Gebäude gibt, konnte ich während meiner Recherchen
nicht in Erfahrung bringen. Es hieß, das Gebäude war wohl mal Übungsstelle
für Feuerwehren. Allerdings finden sich dazu im Gebäude keinerlei Spuren.
Allein das Treppenhaus ist ein Hingucker und so kann man nur hoffen, dass
der stabile Bau doch noch eine Wiederbelebung erfährt.












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