8. Oktober 2022

Die Römer und der Limes - Römerkastell Saalburg

Im Taunus in der Nähe der Stadt Bad Homburg vor der Höhe befindet sich das Römerkastell Saalburg. Das Kastell liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes, dem römischen Grenzwall, welcher seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es ist das am besten rekonstruierte Kastell und stellt sehr anschaulich die damaligen Zeiten dar.



Zu Beginn des 2. Jahrhunderts errichteten Römische Truppen ein Kastell, um wichtige Verkehrswege am Limes zu kontrollieren. Der Limes ist ein römischer Grenzwall. Der Begriff Limes stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Grenzweg. Der Limes war sozusagen die Grenze des Römischen Reiches. Bewacht wurde der Grenzwall von den Römischen Truppen. Der 550 Kilometer lange Obergermanisch-Raetische Limes ist das größte Bodendenkmal Europas.

Und an eben diesem Limes fand sich bei Bad Homburg vor der Höhe damals ein Kastell. Etwa 135 nach Christus kam hierher die 2. Raetische Kohorte mit 600 Soldaten und das Kastell wurde immer mehr erweitert. Auch ein Lagerdorf entstand und so lebten die Familien der Soldaten dort gemeinsam mit anderen Menschen.

Allzu lang war das Kastell und das Dorf aber nicht von Bestand. Denn die Bedrohung der römischen Grenze durch die germanischen Alamannen wurde in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts sowohl das Kastell als auch das Lagerdorf aufgegeben. Die Römer zogen zum Westufer des Rheins und überließen die Bauten dem Verfall.

Irgendwann wurde an dieser Stelle dann ein Steinbruch aufgemacht. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts stoppte man die damit einhergehende Zerstörung und um 1850 begann man mit archäologischen Untersuchungen. Es gab eine Reichslimeskommission, welche den ehemaligen Grenzwall erforschte. Man konnte das Kastell damals vollständig ausgraben und der deutsche Kaiser Wilhelm II. sorgte 1897 dafür, dass dieses alte Römerkastell wieder aufgebaut wird.

Etwa 10 Jahre später war die Rekonstruktion des Kastells Saalburg fertig. Im Inneren wurden ein Forschungsinstitut und ein Museum eingerichtet. Im Jahr 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Im Rahmen der Bewerbung um diesen Status erfolgte eine umfangreiche Umgestaltung zu einem archäologischen Park bis 2014.







Heute kann man hier das rekonstruierte Römerkastell Saalburg besuchen, sich im Museum informieren und einen Eindruck aus der damaligen Zeit gewinnen. Zu sehen sind neben wiederhergestellten Bauten auch Grundmauern von ehemaligen Anlagen. So zum Beispiel die Latrinen, das Bad und die Backöfen.





Da es sich um eine wirklich große Anlage handelt, sollte man schon etwas Zeit mitbringen, um alles besichtigen zu können. Das Museum bietet reichlich Informationen und sehenswerte Ausstellungsstücke aus der damaligen Zeit. Auch gibt es hier interaktive Elemente, welche grad bei Kindern gut ankommen und der oft bei den Zwergen vorhanden Museums-Langeweile entgegenwirken.

Es gibt auch einen großen Museumsshop, wo reichlich Literatur zum Thema für Groß und Klein erworben werden kann. Auch gibt es auf dem Gelände eine Taberna, welche Speisen und Getränke anbietet. Im Sommer kann man hier draußen sitzen, aber auch drinnen gibt es Plätze.

Kommt mit auf einen Rundgang im Video über das Gelände des Römerkastell Saalburg und werft einen Blick ins Museum:


Standort
: GoogleMaps

Parken: kostenfrei am Kastell

Eintritt: 2 Erw. u. 1 Kind = 14 Euro (Stand: 2022)

Gastro: vorhanden

Toiletten: vorhanden

Barrierefreiheit: größtenteils - Extra-Seite dazu: LINK

Website: LINK



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