31. Dezember 2022

Kuh & Ruh - Winterurlaub in Schnackenburg


Im Süden des Wendlandes befindet sich das niedersächsische Schnackenburg. Eingebettet in die Elbauenlandschaft befindet sich die östlichste Gemeinde Niedersachsens damit direkt an der ehemals innerdeutschen Grenze.


Schnackenburg hat 517 Einwohner und ich würde mal behaupten, drumrum leben wesentlich mehr Kühe als Einwohner. Übrigens ist Schnackenburg tatsächlich eine Stadt. Im Jahre 1137 erstmals erwähnt, hat sie seit 1326 das Stadtrecht. Die Region um die Stadt ist geprägt von Landwirtschaft, Viehzucht und Deichen. Sehr idyllisch und ruhig - zumindest im Winter ist hier nichts bis garnichts los.



In der kleinen Stadt stehen die hier so typischen roten Backsteinhäuser dicht an dicht, niemand ist auf der Straße. Alles wirkt sehr aufgeräumt und verschlafen.



Wir parken am Deich und kommen am sicherlich spannenden Grenzlandmuseum vorbei, welches im tiefen Winterschlaf ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Hafen. Kaum Boote zu sehen, keine Menschen - es lässt sich nur erahnen, dass hier im Sommer vielleicht etwas Trubel herrscht? Am Platz vorm Grenzlandmuseum wünscht uns eine Leuchtschrift noch Frohe Weihnachten - ok in 359 Tagen ist es ja dann auch schon wieder soweit.





Ein großer Anleger im Hafenbecken wirkt in dieser Ruhe völlig fehl am Platze - man kann sich nicht vorstellen, dass hier ein Schiff anlegt, schon gar kein großes. Ein paar hundert Meter sieht man vom Deich aus die Autofähre hin und her fahren - und da ist tatsächlich auch mal ein Auto drauf.



Weiter geht's in Richtung Aussichtsturm, welcher schon von weitem sichtbar ist. Oben angekommen blicken wir uns um: Felder, Elbe, Deiche und ein beschaulich daliegendes Schnackenburg mit der Kirchturmspitze.


Neugierig begeben wir uns in die Stadt. Die Straßenzüge ähneln sich. Wir entdecken eine schmale Gasse - so schmal wie wir sie sonst aus Italien kennen - da müssen wir natürlich durch. Wir sehen in der Stadt weder Einkaufsläden noch Gastronomie. Ein paar kleine Kunstgeschäfte, eine Ölmühle und das wars dann auch schon. Die evangelische Kirche St. Nikolai ist verschlossen - hier hat selbst Gott ein paar Tage vor Jahresende Ruhetag.



Doch es war nicht immer so ruhig hier. Zu Zeiten des kalten Krieges war in Schnackenburg der letzte westdeutsche Hafen, bevor es in die Zone ging. Es gab wohl Gastronomie und Läden, eine Grenzkontrollstation und auch der Zoll war hier beheimatet. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Wegfall von Kontrollen und Zoll war hier dann weniger zu tun, die Menschen zogen weg und der Einzelhandel zog sich ebenfalls zurück.

Heute nun ist ein idyllisches Städtchen zurückgeblieben, in dem man vor allem Ruhe findet und wo zumindest im Winter die Zeit still zu stehen scheint.

Kommt mit auf einen Video-Rundgang durch Schnackenburg vom Aussichtsturm in Richtung Stadt bis zum Deich:


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