23. Juli 2022

Amalfiküste - entspannt per Fähre und Bus


Die Amalfiküste ist wohl Italiens schönster Küstenabschnitt. Sie liegt südlich von Neapel und beginnt westlich von Salerno in der Region Kampanien. Sie ist von Salerno bis Positano etwas über 50 Kilometer lang. Atemberaubende Aus- und Anblicke sowohl vom Wasser aus als auch von Land sind hier garantiert. Es ist einfach eine tolle Panoramaküste!


Wer sich die Schönheit der Amalfiküste anschauen möchte, dem empfehle ich dies per Fähre und/oder Bus zu tun. Denn mit dem Auto ist es einfach stellenweise enger als eng und parken könnt ihr eigentlich in der Saison nirgends. Wer die Maße seines Autos nicht auf den Millimeter genau beherrscht und des italienischen Fahrstils nicht mächtig ist, der setze sich hier nicht ans Steuer!


Unsere Tagestour begann in Salerno. Nicht weit vom Hotel starteten wir mit dem Linienbus Richtung Hafen (1,20 Euro pro Person). Ladet Euch für die Tickets des öffentlichen Nahverkehrs die App "UnicoCampania" runter. Der Vorteil ist, dass man eben nicht nach Tickets rumrennt. Das Fährticket könnt ihr am Schalter direkt am Hafen kaufen. Das ging bei uns ganz fix ohne Anstehen und noch 5 Minuten vor Abfahrt. Die Fähre fuhr immer xx.40 Uhr ab - jede Stunde. Am besten vorher informieren.

Es ist der kleinere Hafen in Salerno, wo die Fähre nach Positano und Amalfi startet. Alle Links zu Orten findet ihr unter dem Blog! Mit dem Anbieter TravelMar-Traghetti Salerno gelangt ihr für 14 Euro pro Person nach Positano. Die Überfahrt dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten. Die Fähre hält auch zwischendrin in Amalfi, aber wir wollten in der letzten Küstenstadt aussteigen, um von dort dann an der Küste entlang mit dem Bus zurückzufahren und in Amalfi nochmal auszusteigen.




Die Fahrt mit der Fähre führt Euch entlang der Küste und ihr könnt dabei vom Wasser aus fantastische Ansichten der Amalfiküste genießen. An Bord gibt es auch relativ günstig kalte Getränke und kleine Snacks (0,5 l Wasser für 2 Euro). Ihr könnt wählen, ob ihr draußen (vorn, hinten, oben) oder drinnen auf einem der vielen Sitze Platz nehmt. Alles in allem eine sehr entspannte und schöne Fahrt. Letztlich muss man wirklich kein teuer Geld für eine Bootstour an der Amalfiküste ausgeben - die Fähre ist preiswert und man sieht die gleiche Küste.



In Positano angekommen, lauft ihr dann durch enge Gassen und viele Treppen nach oben. Es gibt unzählige Geschäfte, Restaurants und Bars. Hier kann man gemütlich bis zur Straße hochschlendern. In der Saison einfach den anderen Menschen nach, da kann man sich nicht verlaufen. Unterwegs haben wir uns noch eine Kirche angesehen (Chiesa Santa Maria del Rosario). Nach der Kirche rechts weiter die Straße hinaus. Dann gelangt ihr oben an die Straße, wo der Linienbus abfährt.






Die Abfahrtszeiten am Plan und in der App sind eher Orientierungswerte. Einfach hinstellen und warten - irgendwann kommt der Bus. Vorn steht auch am Bus dran, wo er hinfährt. Kann man eigentlich nicht verpassen. Die Busgesellschaft an der Küste entlang ist eine andere als die in Salerno - mit der App aber auch das kein Problem. An der Haltestelle in Positano gibt es übrigens eine Wasserstelle, wo man sich erfrischen kann. Im Bus dann dem Fahrer das per App gebuchte Ticket (Positano-Amalfi 2 Euro pro Person) vorzeigen und die Maske aufsetzten (Stand Sommer 2022) - dann darf man auch mitfahren. Wenn noch Platz ist, dann auf die rechte Seite in Fahrtrichtung oder ganz vorn hinsetzen - hier hat man nämlich den besten Ausblick. Nach etwa 1 Stunde - kommt immer auf die Verkehrslage an - erreicht man Amalfi.


In Amalfi angekommen, haben wir uns dann Richtung Osten an der Küste entlang orientiert und sind in der Bar Mar di Cobalto eingekehrt. Hier haben wir preiswert einen Mittagssnack bekommen (Toast 4,50 Euro, Bruscetta 6,00 Euro) und saßen direkt am Meer. Sehr zu empfehlen!





Weiter ging es Richtung Osten bis zum Parkhaus Luna Rossa. Von hier aus wollten wir nämlich durch den Fußgängertunnel zum Aufzug, um nicht den Berg hinauflaufen zu müssen. Der Fahrstuhl befindet sich ganz hinten im Tunnel. Und der Eingang zum Tunnel direkt neben der Tiefgarage. Die einminütige Fahrt mit dem Aufzug kostet 3 Euro pro Person.



Oben auf dem Berg befindet sich übrigens auch ein schöner Friedhof, welcher allerdings nur zu Öffnungszeiten zu besichtigen ist - donnerstags ist er jedenfalls geschlossen.


Aber allein die tolle Aussicht von oben lohnt auf jeden Fall. Und dann sollte man unbedingt den Weg nach unten durch die engen Gassen zu Fuß nehmen.



Direkt am Hafen befindet sich der Busbahnhof Amalfi, von wo aus wir mit dem Linienbus nach Salerno zurück starteten (2,40 Euro pro Person). Die angedachte Fahrtzeit wurde allerdings arg überschritten, da wir in einen für die Küstenstraße wohl täglich vorkommenden Stau geraten sind. Es wurde viel rangiert und selbst Businsassen halfen beim "Sortieren". Immer wieder schnipsten Rollerfahrer durch noch so enge Lücken und jeder wollte irgendwie vorankommen. Nachdem es geschafft war, dass der entgegenkommende Linienbus an uns vorbei war, ging es aber immer noch nicht weiter.

An dieser Stelle viele Grüße an den Fahrer des weißen Mercedes-SUV aus dem Mittleren Erzgebirgskreis (MEK), der für die 20minütige Verspätung des Linienbusses von Amalfi nach Salerno gesorgt hat. Das Schauspiel, welches wir bisher nur von Videos kannten, haben Sie prächtig inszeniert. Ich hoffe, Ihre Schweißperlen auf der Stirn sind mittlerweile getrocknet. Sie haben auf jeden Fall für alle Insassen des Linienbusses den Busfahrer zum Helden des Tages werden lassen - der bekam nämlich reichlich Beifall, als die Situation endlich aufgelöst war und wir im klimatisierten Bus die Reise fortsetzen konnten. Merke: Der Linienbus gewinnt immer und setzt niemals wegen eines Pkw zurück!

Alles in allem hat sich die Reise mit Fähre und Bus entlang der Amalfiküste wirklich gelohnt und günstig war es auch. Denn mit Fahrtkosten von 19,60 Euro pro Person konnten wir die Küste sowohl vom Wasser aus als auch von Land betrachten und uns zwei Orte anschauen. Positano hat uns besonders gut wegen der vielen bunten Gassen gefallen. Amalfi ist da im Ort an sich eher italienisch gewöhnlich, aber der Ausblick vom Berg oben war fantastisch. Es gibt übrigens noch mehr Orte an der Küste - die kann man ebenfalls mit dem Bus besuchen.

Hier noch ein Video von dem Tag an der Amalfiküste.



Fährhafen Salerno: GoogleMaps

Positano - Chiesa Santa Maria del Rosario: GoogleMaps

Positano - Bushaltestelle: GoogleMaps

Amalfi - Bar Mar die Cobalto: GoogleMaps

Amalfi - Eingang Fußgängertunnel: GoogleMaps



5 Kommentare:

  1. Vor vielen Jahren war ich mal in dieser Ecke und habe es genauso gemacht wie Du. Ich finde es auch immer wieder toll, was man unterwegs für nette und interesssante Leute trifft, wenn man so unterwegs ist. Tolle detailreiche Beschreibung, die man gut brauchen kann da unten...
    LG Renate von Trippics

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  2. Hey, toller Beitrag. Ich war bisher noch nicht südlicher als Neapel, aber sehe jetzt, dass es sich lohnt. Es wird Zeit, dass ich mir nen Bulli kaufe, denn das hab ich diesen Sommer echt zu schätzen gelernt!

    Danke für den Beitrag, ich werde ihn mir merken und die Amalfi Küste als Ziel stecken.

    Liebe Grüße, Bea.

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  3. Hallöchen,

    von der Amalfi Küste habe ich schon viel gehört, selbst dort war ich aber noch nicht. Deine Tipps, besonders die mit der Fähre oder dem Bus, finde ich sehr nützlich. Auf jeden Fall eine schöne Gegend, wie mir scheint und definitiv einen Urlaub wert.

    Liebe Grüße
    Mo

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  4. Für einen kleinen Moment dachte ich, dass es Euch auch mal nach Limone verschlagen hatte! Ein paar Bilder hatten mich nämlich an dieses schöne Örtchen am Gardasee erinnert! Weiter südlicher war ich in Italien leider noch nicht, aber deine Bilder haben mir Lust auf mehr/Meer gemacht! Herrlich!

    Liebe Grüße
    Jana

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  5. Die Amalfiküste steht auch noch auf meiner Bucket-Liste. Danke für deinen tollen Beitrag. Hab ein paar wirklich gute Anhaltspunkte bekommen und kann es gar nicht mehr erwarten, diese selbst zu erkunden.

    LG,
    Vici

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