21. April 2022

Familienwanderung zur Höhlenwohnung an der Altenburg im Harz


Im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt gibt es die kleine Ortschaft Langenstein. In diesem Ort gibt es gleich zwei Mal Höhlenwohnungen zu besichtigen. Ich möchte Euch mit auf eine Wanderung nehmen, welche an der Höhlenwohnung an der Altenburg, den Burgresten und einem alten Wasserspeicher entlangführt.

Fährt man in die Ortschaft Langenstein von Süden herein, so sieht man schon ein Schild, welches auf die Höhlenwohnung an der Altenburg hinweist. Hier findet man auch direkt eine Möglichkeit zum Parken - direkt gegenüber vom Ölmühlenteich. Was ich vermisst habe, war ein Hinweisschild an der Landstraße. Außerhalb der Ortschaft scheint es keinerlei Hinweise auf diese Sehenswürdigkeiten zu geben oder ich war in der falschen Gegend unterwegs.

Der Aufstieg zur Höhlenwohnung ist eigentlich auch direkt am Ölmühlenteich. Allerdings ist er zur Zeit gesperrt. Die Schilder weisen sehr eindringlich darauf hin, diese Sperrung auch zu beherzigen. Später, wenn man oben ist, wird man auch verstehen warum. Also nehmt den längeren Weg und begebt Euch nicht in Gefahr.



Vom eigentlichen Aufstieg aus geht man die Dorfstraße entlang und kommt an einem großen leerstehenden Gebäude vorbei. Direkt danach und nach der Bushaltestelle biegt ihr rechts ab. Wenn ihr nun etwas weiter geht, seht ihr schon die Treppen, die Euch hinauf führen (Koordinaten unterm Blog).


Auch wenn der Aufstieg etwas beschwerlich ist, er lohnt definitiv. Denn oben ein Stück nach rechts findet ihr schon die ersten großen Felsen, welche es zu erkunden gilt. Hier ist auch mal eine Art Höhle, aber an den Seiten offen. Auf jeden Fall ein interessanter Ort mit den alten krakeligen Bäumen, die ums Gefels wachsen. Diese Felsansammlung wird auch Pastorfelsen genannt, da sie an eine Kanzel erinnert.


Nun geht man weiter den Weg entlang und dann kommen linkerhand auch schon weitere Höhlen. Und hier seht ihr auch den Grund, weshalb der Aufstieg von der anderen Seite gesperrt ist. Denn selbst hier im nicht gesperrten Bereich liegen Felsbrocken auf dem Weg, welche aus dem Gestein gebrochen sind.




Und noch ein Stück weiter des Weges kommt ihr dann tatsächlich zu einer richtigen Wohnhöhle, die wie ein Haus aussieht. Sie hat eine richtige Eingangstür und Fenster. Im vorderen Bereich sind auch eine Art Schuppen angelegt. Ihr könnt die Höhle frei besichtigen und drinnen hängt auch eine Tafel mit Informationen.





Der letzte Bewohner aus dieser Höhle mit der Hausnummer 11 ist im Jahre 1916 ausgezogen. In welchem Jahr die Wohnhöhle entstanden ist, ist nicht bekannt. Gegenüber der Höhle befindet sich eine Rasenfläche mit einer Bank. Dies war sozusagen der Garten der Höhle und man hat von hier aus einen schönen Blick aufs Dorf hinab.



Geht ihr nun den Grabenweg zurück und am Aufstieg nicht wieder runter, sondern geradeaus weiter, kommt ihr an eine weitere sehr interessante Höhle. Es führen linkerhand am Weg Treppen hinab und ihr stoßt auf eine Metalltür, die aber offen ist. Bei dieser Höhle handelt es sich um einen Hochbehälter für Wasser. Erbaut wurde dieser Wasserspeicher 1923. Er diente der Wasserversorgung des Gutshofes, des Schlossgartens, der Schäferei, der Schule etc. Aus den Fenstern der Höhle habt ihr wieder einen schönen Blick auf den Ort.




Von hier aus geht ihr weiter relativ geradeaus und dann kommt ihr an den letzten Überresten der Altenburg an. Der Bogen aus Gestein scheint das bislang letzte bekannte Überbleibsel der Altenburg zu sein.


Hier geht ihr weiter geradeaus auf die Anhöhe nach oben. Von hier aus habt ihr wieder einen tollen Blick aufs Dorf und eine Bank lädt zum Ausruhen ein.


Weiter geht es nun vor der Bank am Geländer abwärts. Hier fängt dann auch schon der Abstieg wieder an. Es geht über Felsboden, Baumwurzeln und Metalltreppen wieder in den Ort hinunter. Auf der Dorfstraße angekommen, haltet ihr Euch links und lauft immer weiter bis ihr wieder am Parkplatz am Öhlmühlenteich seid.



Die Runde ist alles in allem etwa nur 2 bis 2,5 Kilometer lang, aber relativ anspruchsvoll, da es doch steile Anstiege gibt und der Weg nicht immer eben ist. Ihr könnt natürlich auch am Abstiegspunkt aufsteigen und auch wieder runter, wenn ihr Euch die alten Aufstiegstreppen nicht zutraut. Ich fand aber, sie sind durchaus noch gut begehbar und auf der Hälfte steht sogar ne Bank zum Ausruhen. Für Kinder ist der Weg und die Höhlen total spannend.

Etwas schade fand ich, dass in dem Ort sonst so gar nix zu finden ist. Keinerlei Gastronomie, kein Eiswagen - einfach nichts los. Es ist ein so beschauliches Dorf mit seinen Fachwerkhäusern. Hier hätte ich gern noch einen Kaffee getrunken. Andererseits aber auch vielleicht gar nicht so schlecht, dass weder die Höhlen ausgeschildert sind noch es eine Gastronomie gibt. So war es bei schönstem Wanderwetter an Ostern einfach nur idyllisch und nur wenige andere Menschen unterwegs.


In einem kleinen Video hab ich noch Bewegtbildeindrücke festgehalten. 




Parken: GoogleMaps

Aufstiegspunkt: GoogleMaps

Abstiegsende: GoogleMaps





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