12. August 2022

Gran Sasso - Schönheit der Abruzzen


Der Gran Sasso ist ein Gebirgsmassiv in den Abruzzen in Italien. Das Areal liegt sozusagen mittendrin in Italien. Es ist geprägt durch eine atemberaubende Landschaft und im Sommer hält sich die Zahl der Touristen in Grenzen und die Temperaturen sind meist angenehm kühl.


Der korrekte Name ist Gran Sasso d'Italia, was übersetzt soviel heißt wie "der große Stein Italiens". Der höchste Gipfel ist der Corno Grande mit einer Höhe von 2912 m.s.l.m.

In Fonte Cerreto ist das touristische Zentrum des Gran Sasso angesiedelt. Hier gibt es einen riesigen Parkplatz, welcher dem tödlich verunglückten Motorradrennfahrer Marco Simoncelli gewidmet ist. Wenn man vom Parkplatz dann die Treppen hinaufläuft, findet man Hotels, Restaurants sowie das Tourismuszentrum vor. In der Nähe befindet sich auch ein Campingplatz. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, der kann bis hoch fahren - da gibt es Stellplätze.

Und auch die Kabinen-Seilbahn startet von Fonte Cerreto. Wenn man Glück hat, fährt sie auch im Sommer. Da muss man sich tatsächlich überraschen lassen, ob Fahrbetrieb ist oder nicht. Genauso das Tourismuszentrum. Wir waren nun schon zwei Mal am Gran Sasso. Beim ersten Besuch sind wir mit der Seilbahn gefahren. Beim zweiten Besuch fuhr die Bahn nicht (das Tickethäuschen war kurioserweise besetzt, um uns mitzuteilen, dass die Bahn nicht fährt). Wir sind mit dem Auto dann dorthin gefahren, wo oben die Seilbahn ankommt. Und ich muss sagen: Sowohl die Fahrt mit der Seilbahn als auch die mit dem Auto lohnen!

Mit der Seilbahn ist man in wenigen Minuten oben und kann eine schöne Aussicht genießen. Mit dem Auto fährt mal zwar einen größeren Bogen, aber hier gilt die Devise: Der Weg ist das Ziel! Es ist eine traumhaft Landschaft, durch die man etwa 40 Minuten lang fährt. Es gibt diverse Stellen, wo man anhalten kann, um die Landschaft zu genießen, Picknick zu machen oder einfach die Tiere welche hier weiden zu beobachten. Am Ende waren wir total froh, dass die Seilbahn nicht fuhr - uns wäre eine richtig tolle Tour verborgen geblieben!

Oben angekommen, erwartet Euch ein Plateau, von dem aus ihr eine tolle Aussicht habt.

Und wer hungrig ist: es steht ein Imbisswagen, der richtig gute Brote verkauft - belegt mit feinstem Schinken. Auf jeden Fall ausprobieren! Eine kleine Kirche ist ebenfalls vorhanden. Ein Stück entfernt ist das Observatorium, welches derzeit aber für die Öffentlichkeit geschlossen ist - die Führungen sind seit Corona ausgesetzt.


Auch spannend ist die Anfahrt von der Adria-Küste. Wenn ihr z. B. aus Richtung Giulianova den Gran Sasso anfahrt (ca. 60 km) seid ihr knapp eine Stunde unterwegs und fahrt durch den längsten zweiröhrigen Autobahntunnel Europas auf etwa 10 Kilometern. Der Traforo del Gran Sasso hat noch eine Besonderheit: Er beinhaltet den weltgrößten unterirdischen Laborkomplex. Baubeginn des Tunnels war 1968. Durch die Weltwirtschaftskrise lag das Projekt dann eine Zeit lang auf Eis. Erst 1984 wurde die erste Röhre fertiggestellt. Die zweite Röhre wurde dann 1993 für den Verkehr freigegeben. Bei der Anfahrt aus Richtung L'Aquila kommt ihr nicht durch den Tunnel und seid nach 20 Kilometern bereits am Ziel.

Touristisch erschlossen wurde der Gran Sasso bereits Ende des 19. Jahrhundert. Damals wurden die ersten "Rifugios" eröffnet. Das sind Berghütten, in denen man Unterschlupf finden konnte. Diese gibt es heute noch reichlich in der Gegend. Grad für Wanderer eine interessante Sache zum Übernachten und Speisen. Mit Eröffnung der Seilbahn und eines Hotels in Jahr 1934 machte man die Region für den Wintersport touristisch fit. Im Winter ist am Gran Sasso sicherlich wesentlich mehr los als im Sommer. Es gibt da oben auch eine Skischule und weitere Sessellifte. Das Gebäude der Skischule wirkt wie ein Lost Place. Wenn man allerdings durch die offen stehende Tür reingeht, scheint da doch noch Leben drin zu sein - zumindest war das Licht angeschaltet und Computer liefen auch noch ;-)

In der warmen Jahreszeit eignet sich die Region hauptsächlich zum Wandern, Radfahren oder einfach um die Landschaft und die kühle Bergluft zu genießen.


Parkplatz Marco Simoncelli: GoogleMaps

Seilbahn Talstation: GoogleMaps

Seilbahn Bergstation: GoogleMaps

Parkplatz oben: GoogleMaps

Website Tourismusbüro: LINK



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Die Software von Blogger tut sich manchmal etwas schwer mit dem Veröffentlichen (vom Handy oder Inkognito). Wenn es Euch nicht gelingt, gern Kommentar per Mail an hugolienchen@gmx.de - ich pack ihn dann rein.