24. September 2022

Hotel San Marco - 4 Sterne in Cattolica


Im italiensichen Badeort Cattolica an der Adria befindet sich das 4-Sterne-Hotel San Marco. Nur über die Straße vom Strand getrennt bietet es auch Zimmer mit Meerblick und einen hervorragenden Service.


Cattolica hat ca. 17.000 Einwohner und befindet sich 24 Kilometer südlich von Rimini und ist seit den 30er Jahren ein bekannter Touristenort. Reichlich Hotels unterschiedlichster Kategorien befinden sich in dem Ort und sorgen dafür, dass es hier in der Saison mehr Touristen als Einwohner gibt. Auch das Hotel San Marco hat hier seinen Platz.

Ein Hotel in Cattolica zu finden ist wahrlich kein Problem. Die Herausforderung besteht eher darin, eines zu finden, welches auch einen Parkplatz zum Zimmer anbietet. Auf der Suche nach einem guten Hotel, welches uns ein Zimmer mit Meerblick und einen Parkplatz direkt am Hotel anbieten kann, sind wir bei booking.com auf das Hotel San Marco gestoßen. Eigentlich hätten wir gern die Meerblick-Suite gebucht, wo man direkt vom Bett aufs Meer schaut, aber die war 8 Monate vor Anreise schon ausgebucht.

Also buchten wir ein Deluxe-Zimmer mit Meerblick. Für den Meerblick sind 15 Euro pro Nacht an Aufpreis zu zahlen. Und einen Tiefgaragenstellplatz haben wir auch zum Hotelzimmer zubuchen können. Dieser kostete ebenfalls 15 Euro pro Nacht, was für die Region preislich noch in Ordnung ist. Die Tiefgarage an sich ist relativ klein - ein Platz muss vorgebucht werden! Und da die Garage so klein ist, wir hier auch italienisch geparkt, d. h. man stellt sich auch mal vor ein andere Auto und der Schlüssel ist dann an der Rezeption abzugeben. Mit dem Ford Mondeo hatten wir schon ganz schön zu kurbeln, da für das Auto auch nicht alle Plätze passten - gefunden haben wir aber immer einen Platz (man hat keinen festen Parkplatz).


Zu beachten wäre bei der Buchung, dass das Hotel aus zwei Häusern besteht, welche miteinander verbunden sind. Wir haben festgestellt, dass wohl im vorderen Gebäudeteil zur Straße hin die Zimmer neu renoviert sind, wohingegen der hintere Gebäudeteil noch etwas in die Jahre gekommen aussieht. Alles in allem bietet das Hotel neben Zimmern auch noch eine Terrasse fürs Essen, eine Terrasse an der Straße, eine Bar, ein Spielzimmer für die kleinen Kinder sowie Kinderanimation und eine Bücherecke.



Das Dreibettzimmer war ausreichend groß und bot neben einem Wasserkocher mit Kaffee und Tee auch einen kleinen Kühlschrank, einen Safe, eine Klimaanlage und ein Bad mit bodengleicher Regendusche sowie ausreichend Kosmetikprodukte. Das Zimmer war in einem sehr guten Zustand, nichts angeschrabbelt und sehr sauber und entsprach dem 4-Sterne-Standard. Da wir ein Deluxe-Zimmer gebucht hatten, bekamen wir auch zweimal am Tag Zimmerservice. Morgens der normale Service und dann wurde am Nachmittag nochmal vorbeigeschaut.




Von dem großen Balkon aus hatte man einen schönen Blick über Teile des Ortes und natürlich zum Meer. Die Möblierung des Balkons bestand allerdings nur aus 2 Stühlen und einem Mini-Tisch. Dass Dreibettzimmer immer nur 2 Stühle auf dem Balkon haben, scheint in der Hotellerie irgendwie normal zu sein, für mich aber stets nicht wirklich nachvollziehbar. Einen größeren Tisch hätten wir uns gewünscht, um ihn auch mal als Esstisch oder zum Karten spielen etc. zu nutzen.



Das Hotel bietet Übernachtung mit Frühstück oder Halbpension an. Wir haben mit Frühstück gebucht, da wir beim Abendessen doch eher gern flexibel sind und nicht immer am gleichen Ort speisen wollen bzw. auch mal regional Eingekauftes essen wollen. Das Frühstück war von der Auswahl her wirklich perfekt. Es gab so ziemlich alles, was man sich wünschte. Für italienische Verhältnisse Spitzenklasse! Auf Grund der ja immer noch anhaltenden Corona-Pandemie hatte das Hotel beim Frühstück von Selbstbedienung auf Ausgabe umgestellt. Alles war toll arrangiert und genug Personal auch vorhanden. Lediglich Säfte und Brötchen/Brot konnte man sich selbst nehmen. Alles andere wurde ausgegeben. Das führte ab und an zu Wartezeiten. Und wer am frühen Morgen nicht so gerne mit anderen Menschen interagiert, findet es vermutlich etwas nervig, jede Scheibe Schinken anzusagen und sich mehrfach an den verschiedenen Stationen für Wurst/Käse, Croissant/Waffeln, Eierspeisen etc. anzustellen. Der Kaffee wurde am Tisch serviert. Hier musste man teilweise etwas Geduld aufbringen, bis ein Kellner oder eine Kellnerin erschien, den Wunsch nach Kaffee aufnahm und ihn dann servierte. Wer also etwas Geduld und Kommunikationsfreude am frühen Morgen mitbringt, bekommt hier ein wirklich perfektes Frühstück.


Für eine Erfrischung sorgt der kühle Pool auf dem Dach in der 4. Etage im hinteren Gebäudeteil. Etwas umständlich zu erreichen, da man vom Haupthaus erst durch die Lobby ins Hinterhaus musste, um dort dann den Lift nach oben zum Poolbereich zu nehmen. Der Pool reicht von der Größe her, um darin zu schwimmen. Das Wasser war stets sehr sauber und recht kühl. Rings um den Pool stehen Liegen und in der Ecke befinden sich auch Sitzgelegenheiten an der Poolbar. Die Bar öffnet immer am späten Nachmittag und Getränke werden dann an die Liege serviert. Auch kleinere Snacks kann man hier ordern. Alles in allem eine schöne Sache mit dem Pool auf dem Dach. Es war auch meist sehr ruhig und man konnte nach einem heißen Ausflugstag sich hier schön abkühlen und entspannen.



Wer lieber im Meer baden geht, muss vom Hotel aus nur über die Straße gehen und schon ist man Strand. Da der Strand sehr breit ist, läuft man schon ein Stück bis zur Wasserkante. Der Strandabschnitt gegenüber dem Hotel gehört zu "Stella Marina", einem Strandbetreiber, wo man auch Eintritt entrichten muss. Man kann hier Liegen und Schirme mieten und die Benutzung des Pools ist dann inklusive. Leider mussten wir hier die Erfahrung machen, dass man tatsächlich nur die Liegen und den Schirm mietet, aber nicht den Schatten. Denn wandert die Sonne, ist man nicht berechtigt, seine Liege in den Schatten zu rücken, da man ja dann ggf. in den ursprünglichen Mietbereich der Nachbarn rückt. Ist uns an diesem Strand auch das erste Mal passiert, dass sich Leute (Holländer) so affig haben und tatsächlich die Stranddirektion informierten, damit wir unsere Liegen bitteschön aus dem Schatten des von uns bezahlten Schirmes wieder rausrücken. Für 32 Euro am Tag hätte ich ja tatsächlich erwartet, dass ich den Schatten des gemieteten Schirms auch den ganzen Tag nutzen darf. Bis auf die Nachbargäste war der Strandabschnitt aber recht schön und auch sauber. Für Raucher gibt es eigens Aschenbecher, die man in den Sand stecken kann und sowohl Schirme als auch Liegen waren in einem guten Zustand. Der Pool am Strand, den man mit nutzen kann, war immer ziemlich gut gefüllt. Regelmäßig fand darin auch Wassergymnastik statt. Bewacht wird der Strand von einem Rettungsschwimmer und es gilt hier auch die Farbe der Fahne zu beachten, ob man baden darf oder eher nicht. Es gibt im Hotel bei Direktbuchung auch Tarife, wo die Strandnutzung mit inklusive ist. Wer seinen Urlaub nur im Hotel und am Strand verbringen möchte, für den wäre das evtl. attraktiv.




Wer lieber am Strand mit dem Handtuch im Sand liegen möchte, muss ein Stück weiter laufen - am besten in Richtung Mole. Dort scheint das möglich zu sein - zumindest haben wir dort Leute einfach mit Handtuch liegen sehen. An den Strandabschnitten mit Service kann man sich nicht einfach mit dem Handtuch in den Sand legen, denn die bewirtschafteten Abschnitte sind ja sozusagen privat und wollen ihre Liegen vermieten. Die Mole von Cattolica ist etwa 800 Meter, also ca. 10 Minuten zu Fuß, entfernt vom Hotel. Dort befindet sich auch der Hafen. Hierhin lohnt ohnehin ein Spaziergang, da man von da aus mal gut die Küstenlinie mit den ganzen Hotels und Sonnenschirmen sehen kann. Schon krass, was hier in der Saison los ist.





Und auch abends ist in Cattolica mächtig was los. Die Straßen werden zu Fußgängerzonen und man darf mit dem Auto hier auch nicht mehr langfahren. Wahnsinnig viele Menschen, Musik, Bars - also richtig viel Trubel - bestimmen die abendliche Atmosphäre in Cattolica. Zwischen den zahlreichen Läden und Bars gibt es auch immer mal wieder ein Kinderkarussell, ne Spielhalle und Händlerstände. Restaurants gibt es auch reichlich. Fürs Abendessen lohnt es aber auch, mal zwischen den Gassen zu schauen oder ein paar Meter weiter weg vom Strand zu laufen. Da sind nicht nur die Preise günstiger, sondern man sitzt auch nicht zwischen den ganzen laufenden Menschenmassen.




Wir waren zwei Mal in der Pizzeria della Regina zu Abend essen und waren jedes Mal sehr zufrieden. Wirklich günstige und gute Pizzen. Auch gibt es eine gute Auswahl an Getränken, die auch recht günstig sind. Es ist eine kleine einfache Pizzeria, wo auch die Italiener essen gehen. Man kann hier ganz ungezwungen draußen sitzen, wenn einen die Straße nicht stört. Die Bedienung war immer sehr freundlich und flott.


Wer mag, kann gern noch einen Hotelrundgang und einen Abstecher zum Strand per Video machen:



Fazit: Es lohnt auf jeden Fall, ein paar Euro mehr auszugeben und ein Hotel in Cattolica zu buchen, welches renovierte Zimmer anbietet. Viele Hotels an der italienischen Adria sind nämlich mächtig in die Jahre gekommen. Deshalb haben wir das sehr schöne Zimmer auch sehr genossen. Der Service im Hotel ist perfekt. Dass es eine eigene Tiefgarage direkt am Hotel gibt, fanden wir auch prima. Zum Frühstück blieben - bis auf etwas Wartezeit - keine Wünsche offen. Ich würde das Hotel auf jeden Fall wieder buchen und kann es nur empfehlen!

Standort Hotel: GoogleMaps

Website Hotel: LINK

Website Strand Stella Marina: LINK

Pizzeria della Regina: GoogleMaps


Noch etwas ist zu Catollica interessant zu wissen: Es ist die Geburtsstadt von Marco Simoncelli, welcher 2011 beim MotoGP-Rennen in Sepang tödlich verunglückte. Zu den MotoGP-Legenden der Emilia Romagna gibt es auch einen Blog: 






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